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Anwalt

Sucht euch einen Anwalt der auf Familienrecht spezialisiert ist.Ihr bekommt zunächst ein kostenloses Gespräch,der Anwalt wird euch sagen was seine kosten sind im laufe der Scheidung.Könnt ihr euch keinen Anwalt leisten dann geht bitte zu einem Gericht oder das Gericht was in eurem Bezirk zuständig ist und besorgt euch dort einen Antrag auf " Prozesskostenhilfe".

Ist für die Ehescheidung ein Anwalt nötig?scheidung

Nach § 78 ZPO (Zivilprozessordnung) kann ein Scheidungsantrag nur von einem Anwalt gestellt werden. Daraus folgt, dass jedenfalls derjenige Ehegatte unbedingt einen Anwalt braucht, der den Scheidungsantrag stellt.

Der andere Ehegatte braucht nur dann einen Anwalt, wenn er selber auch irgendwelche Anträge stellen will (z.B. wenn er selber einen Scheidungsantrag stellen will oder wenn er z.B. Anträge zum Unterhalt oder zum Sorgerecht stellen will). Bei einer einverständlichen Scheidung braucht der andere Ehegatte also meistens keinen eigenen Anwalt, weil er in diesem Fall keine eigenen Anträge zu stellen braucht.  

Selbst wenn der andere Ehegatte mit der Scheidung nicht einverstanden ist, braucht er keinen Anwalt, solange er keine eigenen Anträge stellen will.

Bei einer einverständlichen Scheidung gehen die Eheleute oft so vor, dass nur einer der Ehegatten einen Anwalt nimmt und der andere Ehegatte ohne Anwalt dem Scheidungsantrag zustimmt. Dies ist völlig unproblematisch und der billigste Weg. Es muss lediglich darauf hingewiesen werden, dass der Anwalt in einem solchen Fall nicht etwa der Anwalt beider Ehegatten ist, sondern einzig und allein der Anwalt desjenigen Ehegatten, der den Scheidungsantrag stellt. Er darf daher auch nur dessen Interesen vertreten. Bei einer einverständlichen Scheidung ist das in der Regel kein Problem. Befürchtet der andere Ehegatte aber, dass seine Interessen zu kurz kommen, so muss er einen eigenen Anwalt beauftragen. In einem solchen Fall kann es aber genügen, wenn er sich von einem anderen Anwalt lediglich beraten lässt. Das ist billiger, als einen eigenen Anwalt für das Scheidungsverfahren zu beauftragen.

Auch bei einer einverständlichen Scheidung ist allerdings ein zweiter Anwalt erforderlich, wenn vor Gericht ein Vergleich über den Versorgungsausgleich geschlossen werden soll, denn Vergleiche können vor dem Familiengericht nur von Anwälten geschlossen werden.  Bei größeren Gerichten ist es aber oft möglich, hierzu schnell irgendeinen Anwalt hinzuzuziehen, der gerade vor dem Gerichtssaal auf seinen Termin wartet, ohne dass dies etwas kostet. Diese Möglichkeit sollte vorher mit dem Anwalt des antragstellenden Ehegatten bzw. mit dem Gericht besprochen werden.

Ist in anderen Familiensachen ein Anwalt nötig?

In allen anderen Verfahren ist grundsätzlich kein Anwalt nötig. Unterhaltsprozesse, Sorgerechtsprozesse usw. können also ohne Anwalt geführt werden, obwohl dies meist nicht ratsam ist.

Hiervon gibt es folgende Ausnahmen:

  • folgende Familiensachen können auf Antrag zusammen mit der Scheidung im Scheidungsverfahren geregelt werden, wofür dann ein Anwalt nötig ist:
    • nachehelicher Ehegattenunterhalt
    • Kindesunterhalt
    • Zugewinnausgleich
    • Verteilung von Ehewohnung und Hausrat

Zusammensetzung der Anwaltskosten:

Die Anwaltskosten setzen sich im Wesentlichen zusammen aus

  • den Anwaltsgebühren
  • den Auslagen des Anwalts
  • der darauf entfallenden Umsatzsteuer in Höhe von 16%.

Die Auslagen des Anwalts (z.B. für Telefon, Porto , Reisekosten etc.) halten sich meist im Rahmen. Oft wird nur eine Pauschale von 20,- Euro berechnet. Auch die Umsatzsteuer (16% auf Gebühren und Auslagen) lässt sich leicht nachrechnen. Schwieriger sind die eigentlichen Anwaltsgebühren nachzurechnen, die im folgenden behandelt werden.


 

Die Anwaltsgebühren und ihre Höhe:

Den wesentlichen Teil der Anwaltskosten machen die Gebühren aus. Diese sind für einen Klienten am schwierigsten zu überprüfen. Man muss die Höhe der Anwaltsgebühren in zwei Schritten ermitteln:

  1. welche Gebühren entstehen überhaupt?

1. Welche Gebühren entstehen, richtet sich nach dem Auftrag, den der Klient seinem Anwalt gibt.

Soll der Anwalt nur beraten, so entsteht auch nur eine Beratungsgebühr, § 20 BRAGO. Die Beratungsgebühr ist im Durchschnitt nur halb so hoch wie eine normale Gebühr. Bei einer sehr einfachen Beratung kann sie auch nur ein Zehntel einer normalen Gebühr betragen, umgekehrt bei schwieriger Beratung bis zur vollen Höhe einer normalen Gebühr. Der Anwalt hat hier einen gewissen Spielraum, der sich nach dem Umfang der Beratung richtet.

Prozesskostenhilfe:

Bei geringen Einkünften können sowohl d. AntragstellerIn als auch d. AntragsgegnerIn Prozesskostenhilfe beantragen. Prozesskostenhilfe bedeutet,

  • man muss keine Gerichtskosten zahlen;
  • in den allermeisten Fällen (Gegenstandswert ab 4.000,- EURO) sind auch die Anwaltsgebühren niedriger. Je nachdem, wie hoch bzw. niedrig das Einkommen ist, kann man die Anwaltskosten entweder in Raten zahlen, oder ist sogar völlig davon befreit. Wenn man Sozialhilfe bezieht, muss man gar nichts zahlen.

Um die Prozesskostenhilfe zu beantragen, muss ein spezielles Antragsformular ausgefüllt weren, das man beim Amtsgericht erhält. Ein Anwalt hat diese Formulare aber in der Regel vorrätig. Der Antragsteller muss einen Einkommensnachweis beifügen (oder aber den Sozialhilfebescheid, Arbeitslosengeldbescheid o.ä.), eine Kopie des Mietvertrages sowie ggf. Unterlagen über Schulden.

Führen Ehegatten einen Prozess gegeneinander (z.B. Scheidung, Ehegattenunterhalt), so gibt es folgende Besonderheit: derjenige Ehegatte, der vom anderen Ehegatten Unterhalt verlangen kann, hat gegen diesen Ehegatten auch einen Anspruch auf Prozesskostenvorschuss. Der unterhaltspflichtige Ehegatte muss dem unterhaltsberechtigten Ehegatten deshalb dessen Gerichts- und Anwaltskosten vorschiessen. Bei einer Scheidung, einem Prozess auf Ehegattenunterhalt oder bei einem anderen Prozess zwischen Ehegatten gibt es deshalb nur dann Prozesskostenhilfe, wenn

  • entweder kein Unterhaltsanspruch gegen den anderen Ehegatten besteht
  • oder wenn zwar ein Unterhaltsanspruch besteht, der andere Ehegatte sich aber weigert zu zahlen und deshalb erst einmal verklagt werden müsste.

Schließlich ist für die Gewährung von Prozesskostenhilfe immer Voraussetzung, dass der Prozess Aussicht auf Erfolg hat. Deshalb gibt es z.B. keine Prozesskostenhilfe für eine Scheidung vor Ablauf des Trennungsjahres, wenn die besonderen Voraussetzungen für eine solche Scheidung nicht gegeben sind. Ebensowenig gibt es Prozesskostenhilfe in einem Unterhaltsverfahren, wenn die Klage bzw. die Verteidigung gegen die Klage keine Aussicht auf Erfolg hat.

 

 



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